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Dossier: Krieg und Frieden und Medien

Aus Simulakrum

Dossier: Krieg und Frieden und Medien

Sprache der Zeitenwende: Mediale Narrative, Antiamerikanismus, Desinformation

Die Verengung des öffentlichen Diskurses in Krisenzeiten ist kein Zufall, sondern Ergebnis struktureller Schwächen: ein tief verwurzelter Antiamerikanismus in der österreichischen Linken, der die Analysefähigkeit gegenüber russischem Imperialismus neutralisiert; eine „Friedensbewegung", die faktisch russische Kriegsziele legitimiert; und ein Weltsystem, das – wie Thomas Nowotny argumentiert – nicht in eine neue Multipolarität, sondern in eine „prämoderne Unsicherheit" zurückfällt. MH17-Desinformation durch RT landete über Umwege im österreichischen Mainstream.

Zentrale Texte

  • Interview mit Niki Kowall über Antiamerikanismus (27.09.2023) – „Kiffen, Anti-FPÖ und Anti-USA, das war ein weit verbreiteter Konsens." Über linken Antiamerikanismus, NATO-Osterweiterung, geistiges Altern und die Formel: „Die Entität, die global ins Gewicht fällt, heißt Europa."
  • Thomas Nowotny: Zeitenwende – Prämoderne Unsicherheit (14.02.2025) – Ehem. Kreisky-Sekretär und Diplomat analysiert das Ende der Nachkriegsordnung. Nicht Multipolarität, sondern Rückkehr zu „mittelalterlicher Unsicherheit": Failed States, Oligarchen als neue Feudalherren, Verwischung der Grenze zwischen Krieg und Frieden. Thomas Nowotny (13. Juni 1937 – 16. März 2026) ist im März 2026 verstorben. Dieser Text gehört zu seinen letzten veröffentlichten Beiträgen.

Desinformation / Propaganda / „Friedensbewegung"

MH17-Bezug