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'''Simulakrum''' möchte daher solche "Zeichen der Zeitenwende" festhalten, analysieren und dazu Interpretationen und Kritik entwicklen. | '''Simulakrum''' möchte daher solche "Zeichen der Zeitenwende" festhalten, analysieren und dazu Interpretationen und Kritik entwicklen. | ||
Dabei will dieses Projekt das Vermächtnis des [https://semiosis.at Semiosisblogs] aufrecht erhalten. Dieser war seit 2017 ein respektables zivilgesellschaftliches Projekt mit journalistischem Anspruch. Heutztage reicht es aber nicht mehr, die herrschende Berichterstattung nur mit dem Versuch einer besseren zu ergänzen. Dafür ist diese schlicht zu unkritisch und zu reflexhaft. Somit verstärkt sie nur das, worüber sie berichtet, statt es einzuordnen. [https://www.semiosis.at/der-blog/ Citizen Journalismus] müsste daher noch schneller, noch umfassender und noch analytischer als das herrschende Gerede über Politik sein, ohne dabei der für Österreich typischen engen Verflechtung von Medien mit der Politik zu verfallen. | Dabei will dieses Projekt das Vermächtnis des [https://semiosis.at Semiosisblogs] aufrecht erhalten. Dieser war seit 2017 ein respektables zivilgesellschaftliches Projekt mit journalistischem Anspruch. Heutztage reicht es aber nicht mehr, die herrschende Berichterstattung nur mit dem Versuch einer besseren zu ergänzen. Dafür ist diese schlicht zu unkritisch und zu reflexhaft. Somit verstärkt sie oft nur das, worüber sie berichtet, statt es einzuordnen und verstehbar zu machen. [https://www.semiosis.at/der-blog/ Citizen Journalismus] müsste daher noch schneller, noch umfassender und noch analytischer als das herrschende Gerede über Politik sein, ohne dabei der für Österreich typischen engen Verflechtung von Medien mit der Politik zu verfallen. | ||
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Version vom 7. März 2026, 13:58 Uhr
Wozu dieses Projekt?Wir alle beobachten und erleben, dass politische Prozesse in einer Simulation von Macht und Demokratie enden, während die eigentlichen Entscheidungen und wirklichen Beweggründe dahinter verschwinden. Das macht es besonders schwer, die epochalen Umbrüche zu verstehen und sich in ihnen zurecht zu finden. Das jedoch ist die Grundvoraussetzung dafür, politisch eingreifen zu können. Das Projekt Simulakrum startet mit der These, dass diese Art von Politik und das damit verbundene, passive, ohnmächtige und massenhafte "Ertragen" von Politik entscheidend zur autoritären Wende in praktisch allen Demokratien westlicher Prägung beiträgt. Simulakrum möchte daher solche "Zeichen der Zeitenwende" festhalten, analysieren und dazu Interpretationen und Kritik entwicklen. Dabei will dieses Projekt das Vermächtnis des Semiosisblogs aufrecht erhalten. Dieser war seit 2017 ein respektables zivilgesellschaftliches Projekt mit journalistischem Anspruch. Heutztage reicht es aber nicht mehr, die herrschende Berichterstattung nur mit dem Versuch einer besseren zu ergänzen. Dafür ist diese schlicht zu unkritisch und zu reflexhaft. Somit verstärkt sie oft nur das, worüber sie berichtet, statt es einzuordnen und verstehbar zu machen. Citizen Journalismus müsste daher noch schneller, noch umfassender und noch analytischer als das herrschende Gerede über Politik sein, ohne dabei der für Österreich typischen engen Verflechtung von Medien mit der Politik zu verfallen. Das ist aber nicht möglich. In einer Wiki-Gestalt möchte Simulakrum dem Zwang zum Tagesjournalismus und der täglichen Jagd nach der guten Geschichte sichtbar entkommen. Dabei werden nach Themen (und nicht nach Ereignissen) geordnete nachvollziehbare, auf die Gegenwart bezogene und gut begründete Einsichten aus dem Semiosis-Projekt auf eigenen Seiten zur Diskussion gestellt, Somit entsteht quasi ein thematisch sortiertes Archiv. Dadurch möchten wir Hintergründe aufhellen, die zu den tiefgreifenden Veränderungen rund um die autoritäre Wenden in Europa und in den USA - verniedlichend als "Vibe-Shift" bezeichnet - geführt haben und mit ihnen zu Rande zu kommen. Oder, wie es so treffend auf Englisch heißt: "to come to terms with". Simulakrum richtet sich an Menschen, die eine tiefere, auch medienkritische und philosophisch informierte Analyse der aktuellen Nachrichtenlage und der politischen Ereignisse suchen, über die berichtet wird. In den Beiträgen blicken wir hinter die Kulissen der politischen Ereignisse und ihrer Erzeugung in der politischen PR. Journalismus wird dabei übrigens als Teil politischer PR angesehen – und nicht (mehr) als eine diese kontrollierende ,„vierte“ demokratische Gewalt. Dass er so epochal versagt hat, gilt besonders für Österreich, das seit den 1990er Jahren (also seit der FPÖ unter Jörg Haider) ein Labor für die autoritäre Wende in Demokratien westlicher Prägung ist. Ein Labor, in dem wir seit Jahrzehnten als mittlerweile gut erzogene Test-Objekte leben. |
Das Anatomie der Simulation: eine RückschauDieses Archiv ist kein chronologischer Rückblick, sondern ein thematischer Rückbau der politischen Simulation. Wir ordnen die Recherchen des Semiosis-Projekts nach den Mustern, die den Weg in die autoritäre Wende geebnet haben. Wählen Sie ein Dossier: Dossier: Der russische Komplex Analysen zu hybriden Netzwerken, dem FPÖ-Freundschaftsvertrag und der strategischen Nutzung energetischer Abhängigkeiten. Dossier: Das Labor Österreich Untersuchungen zur Inseratenkorruption, der Erosion der „Vierten Gewalt“ und dem System der politischen PR-Herrschaft. Dossier: Krieg, Frieden & Medienethik Reflexionen über die Sprache der Zeitenwende, die Ukraine-Invasion und das Versagen reflexhafter Berichterstattung.
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