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Wir alle beobachten und erleben, dass politische Prozesse nur noch die Simulation von Macht und Demokratie darstellen, während die eigentlichen Entscheidungen und wirklichen Beweggründe dahinter verschwinden. | |||
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Das macht es besonders schwer, die epochalen Umbrüche zu verstehen und sich in ihnen zurecht zu finden. Das jedoch ist die Grundvoraussetzung dafür, politisch eingreifen zu können. | |||
Das Projekt | Das Projekt Simulakrum hat die These, dass diese Art von Politik und das damit verbundene, passive, ohnmächtige und massenhafte "Ertragen" von Politik entscheidend zur autoritären Wende in praktisch allen Demokratien westlicher Prägung beiträgt. | ||
'''Simulakrum''' möchte die "Zeichen dieser Zeitenwende" festhalten, analysieren und dazu Interpretationen und Kritik entwicklen. | |||
Das Projekt will das Vermächtnis des [https://semiosis.at Semiosisblogs] aufrecht erhalten. Dieser war ein zivilgesellschaftliches Projekt mit journalistischem Anspruch. Heutztage reicht es aber nicht mehr, die herrschende Berichterstattung nur mit dem Versuch einer besseren zu ergänzen. Dafür ist diese schlicht zu unkritisch und zu reflexhaft. Daher verstärkt sie das, worüber sie berichtet, nur statt es einzuordnen. [https://www.semiosis.at/der-blog/ Citizen Journalismus] müsste daher noch schneller, noch umfassender und noch analytischer als das herrschende Gerede über Politik sein, ohne dabei der für Österreich typischen engen Verflechtung von Medien mit der Politik zu verfallen. | |||
'''Simulakrum''' richtet sich | Das ist aber nicht möglich. | ||
Mit der neuen Wiki-Gestalt möchte '''Simulakrum''' dem Zwang zum Tagesjournalismus und der täglichen Jagd nach der guten Geschichte auch sichtbar entkommen. Dabei werden nach Themen (und nicht nach Ereignissen) geordnete nachvollziehbare, auf die Gegenwart bezogene und gut begründete Einsichten zur Diskussion, die sich an tagespolitischen Ereignissen aufhängen können - aber nicht müssen. | |||
Dadurch möchten wir dazu beitragen, mit den tiefgreifenden Veränderungen rund um die autoritäre Wenden in Europa und in den USA - verniedlichend als "[https://www.socialmediawatchblog.de/vibe-shift-wie-sich-social-media-gerade-ganz-grundsaetzlich-veraendert/ Vibe-Shift]" bezeichnet - zu Rande zu kommen. Oder, wie es so treffend auf Englisch heißt: "[https://lawrenceschoolofenglish.com/de/post/das-idiom-come-to-terms-with-verstehen-ein-leitfaden-fur-englischlernende-de.p3705 to come to terms with]". | |||
'''Simulakrum''' richtet sich an Menschen, die eine tiefere, auch medienkritische und philosophisch informierte Analyse der aktuellen Nachrichtenlage und der politischen Ereignisse, über die berichtet wird, suchen. In den Beiträgen blicken wir hinter die Kulissen der politischen Ereignisse und ihrer Erzeugung in der politischen PR. Journalismus wird dabei als Teil dieser politischer PR angesehen – und nicht (mehr) als eine diese kontrollierende ,„vierte“ demokratische Gewalt. Dass er so versagt hat, gilt besonders auch für Österreich, dass seit den 1990er Jahren (also seit der [https://www.endstation-rechts.de/news/fpo-diskurs-viereck FPÖ unter Jörg Haider]) ein Labor für die autoritäre Wende in Demokratien westlicher Prägung ist. | |||
Diese Themen sind aus unserer Sicht relevant: | Diese Themen sind aus unserer Sicht relevant: | ||
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Version vom 2. Januar 2026, 19:03 Uhr
Wozu dieses Projekt?Wir alle beobachten und erleben, dass politische Prozesse nur noch die Simulation von Macht und Demokratie darstellen, während die eigentlichen Entscheidungen und wirklichen Beweggründe dahinter verschwinden. Das macht es besonders schwer, die epochalen Umbrüche zu verstehen und sich in ihnen zurecht zu finden. Das jedoch ist die Grundvoraussetzung dafür, politisch eingreifen zu können. Das Projekt Simulakrum hat die These, dass diese Art von Politik und das damit verbundene, passive, ohnmächtige und massenhafte "Ertragen" von Politik entscheidend zur autoritären Wende in praktisch allen Demokratien westlicher Prägung beiträgt. Simulakrum möchte die "Zeichen dieser Zeitenwende" festhalten, analysieren und dazu Interpretationen und Kritik entwicklen. Das Projekt will das Vermächtnis des Semiosisblogs aufrecht erhalten. Dieser war ein zivilgesellschaftliches Projekt mit journalistischem Anspruch. Heutztage reicht es aber nicht mehr, die herrschende Berichterstattung nur mit dem Versuch einer besseren zu ergänzen. Dafür ist diese schlicht zu unkritisch und zu reflexhaft. Daher verstärkt sie das, worüber sie berichtet, nur statt es einzuordnen. Citizen Journalismus müsste daher noch schneller, noch umfassender und noch analytischer als das herrschende Gerede über Politik sein, ohne dabei der für Österreich typischen engen Verflechtung von Medien mit der Politik zu verfallen. Das ist aber nicht möglich. Mit der neuen Wiki-Gestalt möchte Simulakrum dem Zwang zum Tagesjournalismus und der täglichen Jagd nach der guten Geschichte auch sichtbar entkommen. Dabei werden nach Themen (und nicht nach Ereignissen) geordnete nachvollziehbare, auf die Gegenwart bezogene und gut begründete Einsichten zur Diskussion, die sich an tagespolitischen Ereignissen aufhängen können - aber nicht müssen. Dadurch möchten wir dazu beitragen, mit den tiefgreifenden Veränderungen rund um die autoritäre Wenden in Europa und in den USA - verniedlichend als "Vibe-Shift" bezeichnet - zu Rande zu kommen. Oder, wie es so treffend auf Englisch heißt: "to come to terms with". Simulakrum richtet sich an Menschen, die eine tiefere, auch medienkritische und philosophisch informierte Analyse der aktuellen Nachrichtenlage und der politischen Ereignisse, über die berichtet wird, suchen. In den Beiträgen blicken wir hinter die Kulissen der politischen Ereignisse und ihrer Erzeugung in der politischen PR. Journalismus wird dabei als Teil dieser politischer PR angesehen – und nicht (mehr) als eine diese kontrollierende ,„vierte“ demokratische Gewalt. Dass er so versagt hat, gilt besonders auch für Österreich, dass seit den 1990er Jahren (also seit der FPÖ unter Jörg Haider) ein Labor für die autoritäre Wende in Demokratien westlicher Prägung ist. Diese Themen sind aus unserer Sicht relevant:
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