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Aus Simulakrum
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<div style="font-size: 300%; font-weight: bold; text-align: center; padding-bottom: 0.2em; background: linear-gradient(135deg, #D1CBC1 0%, #E4E1DC 30%, #EDEFEA 70%, #D1CBC1 100%); margin-top: 30px; Overflow: hidden; justify-content: center;">
<div style="max-width: 1300px; margin: 0 auto; font-family: 'Georgia', 'Times New Roman', serif; color: #1a1a1a; line-height: 1.6; padding: 10px;">
Simulakrum
 
<!-- HEADER -->
<div style="text-align: center; border-bottom: 2px solid #000; padding-bottom: 15px; margin-bottom: 25px;">
<h1 style="font-size: 4em; font-weight: 900; text-transform: uppercase; margin: 0; letter-spacing: -2px;">SIMULAKRUM</h1>
<div style="font-size: 1.2em; letter-spacing: 3px; text-transform: uppercase; margin-top: 5px; font-weight: bold;">Semiosis-Archiv • Dokumentation des "Vibe Shifts"</div>
</div>
</div>
<!-- Zentriertes Bild mit Textumfluss --><div style="text-align:center; margin-top: -65px; overflow: hidden;">
 
<div style="float: center; margin: 1em auto; background-color: #EDEFEA; overflow: hidden;">
<!-- BILD -->
[[File:Beispielbild.png|600px|Simulakrum]]
<div style="text-align: center; margin-bottom: 30px;">
[[Datei:Beispielbild.png|zentriert|700px]]
<div style="font-size: 1em; font-style: italic; color: #444; margin-top: 12px; border-bottom: 1px solid #ddd; padding-bottom: 20px; max-width: 700px; margin-left: auto; margin-right: auto;">
„Wir alle beobachten und erleben, dass politische Prozesse in einer Simulation von Macht und Demokratie enden."
</div>
</div>
</div>
</div>
<!-- Zweispaltiges Layout -->


{| style="width:100%; margin-top:1em; background-color: #EDEFEA; margin-top: -20px"
</div>
| style="width:45%; vertical-align:top; padding:1em;" |
== Wozu dieses Projekt? ==


Wir alle beobachten und erleben, dass politische Prozesse in einer  Simulation von Macht und Demokratie enden, während die eigentlichen Entscheidungen und wirklichen Beweggründe dahinter verschwinden.
<!-- ZWEI SPALTEN ALS TABELLE -->
{| style="width: 100%; border-spacing: 30px 0; border-collapse: separate;"
|-
| style="width: 50%; vertical-align: top; text-align: justify; padding: 0 10px;" |
<h2 style="font-variant: small-caps; font-size: 1.8em; margin-top: 0; border-bottom: 2px solid #000; padding-bottom: 5px; text-align: left;">Wozu dieses Projekt?</h2>


Das macht es besonders schwer, die epochalen Umbrüche zu verstehen und sich in ihnen zurecht zu finden. Das jedoch ist die Grundvoraussetzung dafür, politisch eingreifen zu können.  
Wir alle beobachten und erleben, dass politische Prozesse in einer Simulation von Macht und Demokratie enden, während die eigentlichen Entscheidungen und wirklichen Beweggründe dahinter verschwinden. Das macht es besonders schwer, die epochalen Umbrüche zu verstehen und sich in ihnen zurecht zu finden. Das jedoch ist die Grundvoraussetzung dafür, politisch eingreifen zu können.


Das Projekt '''Simulakrum''' startet mit der These, dass diese Art von Politik und das damit verbundene, passive, ohnmächtige und massenhafte "Ertragen" von Politik entscheidend zur autoritären Wende in praktisch allen Demokratien westlicher Prägung beiträgt.  
Das Projekt '''Simulakrum''' bringt die These vor, dass diese Art von Politik und das damit verbundene, passive, ohnmächtige und massenhafte "Ertragen" von Politik entscheidend zur autoritären Wende in praktisch allen Demokratien westlicher Prägung beiträgt. Das Ertragen schlägt in verhaltene, und mit der Zeit in artikulierte Wut um. Und die entlädt sich derzeit in rechtsextremen, quasi-religiösen Ideologien, politischen Parteien und politischen Führungspersonen.


'''Simulakrum''' möchte daher solche "Zeichen der Zeitenwende" festhalten, analysieren und dazu Interpretationen und Kritik entwicklen.
'''Simulakrum''' möchte daher solche "Zeichen der Zeitenwende" festhalten, analysieren und dazu Interpretationen und Kritik entwickeln. Dabei will dieses Projekt das Vermächtnis des [https://semiosis.at Semiosisblogs] aufrechterhalten. Dieser war seit 2017 ein respektables zivilgesellschaftliches Projekt mit journalistischem Anspruch.


Dabei will dieses Projekt das Vermächtnis des [https://semiosis.at Semiosisblogs] aufrecht erhalten. Dieser war seit 2017 ein respektables zivilgesellschaftliches Projekt mit journalistischem Anspruch. Heutztage reicht es aber nicht mehr, die herrschende Berichterstattung nur mit dem Versuch einer besseren zu ergänzen. Dafür ist diese schlicht zu unkritisch und zu reflexhaft. Daher verstärkt sie nur das, worüber sie berichtet, statt es einzuordnen. [https://www.semiosis.at/der-blog/ Citizen Journalismus] müsste daher noch schneller, noch umfassender und noch analytischer als das herrschende Gerede über Politik sein, ohne dabei der für Österreich typischen engen Verflechtung von Medien mit der Politik zu verfallen.  
Heutzutage reicht es aber nicht mehr, die herrschende Berichterstattung nur mit dem Versuch einer besseren zu ergänzen. Dafür ist diese schlicht zu unkritisch und zu reflexhaft. Somit verstärkt sie oft nur das, worüber sie berichtet, statt es einzuordnen und verstehbar zu machen.


Das ist aber nicht möglich.  
In einer Wiki-Gestalt möchte '''Simulakrum''' dem Zwang zum Tagesjournalismus sichtbar entkommen. Dabei werden nach Themen geordnete Einsichten aus dem Semiosis-Projekt auf eigenen Seiten zur Diskussion gestellt. Auf diese Weise entsteht ein thematisch sortiertes Archiv, um Hintergründe aufzuhellen, die zur autoritären Wende (dem "[https://www.socialmediawatchblog.de/vibe-shift-wie-sich-social-media-gerade-ganz-grundsaetzlich-veraendert/ Vibe-Shift]") geführt haben.


In einer Wiki-Gestalt möchte '''Simulakrum''' dem Zwang zum Tagesjournalismus und der täglichen Jagd nach der guten Geschichte sichtbar entkommen. Dabei werden nach Themen (und nicht nach Ereignissen) geordnete nachvollziehbare, auf die Gegenwart bezogene und gut begründete Einsichten aus dem Semiosis-Projekt auf eigenen Seiten zur Diskussion gestellt,
'''Simulakrum''' richtet sich an Menschen, die eine tiefere, philosophisch informierte Analyse suchen. Journalismus wird dabei als Teil politischer PR angesehen – und nicht (mehr) als eine kontrollierende „vierte" Gewalt. Dass der Journalismus so epochal versagt hat, gilt besonders für Österreich, das seit den 1990er Jahren ein Labor für die autoritäre Wende ist.


Somit entsteht quasi ein thematisch sortiertes Archiv.  Dadurch möchten wir Hintergründe aufhellen, die zu den tiefgreifenden Veränderungen rund um die autoritäre Wenden in Europa und in den USA - verniedlichend als "[https://www.socialmediawatchblog.de/vibe-shift-wie-sich-social-media-gerade-ganz-grundsaetzlich-veraendert/ Vibe-Shift]" bezeichnet - geführt haben und mit ihnen zu Rande zu kommen. Oder, wie es so treffend auf Englisch heißt: "[https://lawrenceschoolofenglish.com/de/post/das-idiom-come-to-terms-with-verstehen-ein-leitfaden-fur-englischlernende-de.p3705 to come to terms with]".
| style="width: 50%; vertical-align: top;" |
<div style="background: #f9f9f9; padding: 25px; border: 1px solid #ddd;">
<h2 style="font-variant: small-caps; font-size: 1.8em; margin-top: 0; border-bottom: 2px solid #000; padding-bottom: 5px; text-align: left;">Das Semiosis Archiv</h2>
<div style="margin-bottom: 20px;">
'''[[Dossier: Der russische Komplex|1. Russland: Liebe und Unterwerfung]]'''<br>
''Anatomie der Abhängigkeit''<br>
Fokus auf die strategische Gas-Abhängigkeit (OMV), den FPÖ-Freundschaftsvertrag und die Instrumentalisierung der Neutralität als Schutzschild für Kreml-Interessen. Wobei auch SPÖ und ÖVP so ihre eigenen Russland-Interessen hatten. Am Ende kommt dann so was, von so was.
</div>
<div style="margin-bottom: 20px; border-top: 1px solid #eee; padding-top: 10px;">
'''[[Dossier: Das Labor Österreich|2. Das Labor Österreich]]'''<br>
''Seit 1986 Dauerfeuer rechtspopulistischer Agitation, tausendfach medial verstärkt''<br>
Analyse der Inseratenkorruption, des „Fellner-Systems" und der Message Control. Dokumentation der Verschmelzung von Boulevardmedien und Regierungsmacht - und warum die FPÖ mit der Wut auf dieses System eine zweite Quelle für ihre Wahlerfolge hat.
</div>
<div style="margin-bottom: 20px; border-top: 1px solid #eee; padding-top: 10px;">
'''[[Dossier:_Netzwerke_&_Türöffner|3. Netzwerke & Türöffner]]'''<br>
''Grauzonen der Macht''<br>
Untersuchung von Political Intelligence und Lobby-Strukturen (Gusenbauer, Jakunin, Benko). Wie in Österreich ehemalige Spitzenpolitiker:innen als Türöffner und Brückenköpfe für ausländische Einflussnahme dienen.
</div>
<div style="margin-bottom: 20px; border-top: 1px solid #eee; padding-top: 10px;">
'''[[Dossier:_Krieg und Frieden und Medien|4. Krieg und Frieden und Medien]]'''<br>
''Sprache der Zeitenwende''<br>
Reflexion über mediale Narrative in Krisenzeiten (MH17, Ukraine). Warum der Diskurs verengt wird und wie Desinformation aus den "alternativen Medien" im Mainstream landet.


'''Simulakrum''' richtet sich an Menschen, die eine tiefere, auch medienkritische und philosophisch informierte Analyse der aktuellen Nachrichtenlage und der politischen Ereignisse suchen, über die berichtet wird. In den Beiträgen blicken wir hinter die Kulissen der politischen Ereignisse und ihrer Erzeugung in der politischen PR.
''In memoriam Thomas Nowotny (1937–2026), Diplomat und politischer Wissenschaftler, dessen Analyse zur Zeitenwende in diesem Dossier zu finden ist.''
</div>
<div style="margin-bottom: 20px; border-top: 1px solid #eee; padding-top: 10px;">
'''[[Dossier:_Gegen_den_Pandemierevisionismus|5. Gegen den Pandemierevisionismus]]'''<br>
''Das Vergessen als politisches Projekt''<br>
Die COVID-19-Pandemie wurde für beendet erklärt, während die Todeszahlen stiegen. In Ischgl lief die Saison trotz bekannter Infektionen weiter – die Semiosis-Recherchen (#ischglfiles) dokumentieren Tag für Tag das Versagen der Behörden. Paul Schuberth analysiert, wie völkisches Denken und eugenische Logiken in der Pandemie salonfähig wurden: Wer stirbt, war ohnehin schwach. Auf Wiener Intensivstationen wurde „versteckt" triagiert. Dieses Dossier arbeitet gegen den Pandemierevisionismus – gegen das gezielte Vergessen und Umschreiben dessen, was geschehen ist.
</div>
<div style="background: #fff; padding: 15px; border: 1px solid #ccc; margin-top: 20px;">
'''Hinweis:''' Klicken Sie auf die fettgedruckten Titel, um zu den detaillierten Zusammenfassungen und Quellenanalysen der einzelnen Dossiers zu gelangen.
</div>
</div>
|}


Journalismus wird dabei übrigens als Teil politischer PR angesehen – und nicht (mehr) als eine diese kontrollierende ,„vierte“ demokratische Gewalt. Dass er so epochal versagt hat, gilt besonders für Österreich, das seit den 1990er Jahren (also seit der [https://www.semiosis.at/?s=Rechtspopulismus FPÖ unter Jörg Haider]) ein Labor für die autoritäre Wende in Demokratien westlicher Prägung ist. Ein Labor, in dem wir seit Jahrzehnten als mittlerweile gut erzogene Test-Objekte leben.  
<div style="max-width: 1300px; margin: 0 auto; font-family: 'Georgia', 'Times New Roman', serif; color: #1a1a1a; line-height: 1.6; padding: 10px;">


| style="width:45%; vertical-align:top; padding:1em;" |
<!-- REGISTER UNTEN -->
<div style="margin-top: 50px; border-top: 3px double #000; padding-top: 25px;">
<h2 style="text-align: center; border: none; font-size: 1.8em; font-variant: small-caps;">Register der Transformation</h2>
<div style="column-count: 3; column-gap: 40px; font-size: 0.95em; margin-top: 15px;">
* [[Dossier: Der russische Komplex|Abhängigkeit (Energie)]]
* [[Dossier: Das Labor Österreich|Autoritäre Wende]]
* [[Dossier: Das Labor Österreich|Ballhausplatz-Strategie]]
* [[Dossier:_Netzwerke_&_Türöffner|Benko-Netzwerk]]
* [[Dossier: Das Labor Österreich|Boulevardmedien]]
* [[Dossier:_Krieg,_Frieden_&_Medienethik|Desinformation (MH17)]]
* [[Dossier: Das Labor Österreich|Fellner-System]]
* [[Dossier:_Netzwerke_&_Türöffner|Gusenbauer-Strukturen]]
* [[Dossier:_Gegen_den_Pandemierevisionismus|Ischgl (#ischglfiles)]]
* [[Dossier: Das Labor Österreich|Inseratenkorruption]]
* [[Dossier:_Krieg,_Frieden_&_Medienethik|Medienethik]]
* [[Dossier: Der russische Komplex|Neutralität (instr.)]]
* [[Dossier:_Gegen_den_Pandemierevisionismus|Pandemierevisionismus]]
* [[Dossier:_Netzwerke_&_Türöffner|Political Intelligence]]
* [[Dossier:_Gegen_den_Pandemierevisionismus|Triage (versteckte)]]
* [[Dossier:_Krieg,_Frieden_&_Medienethik|Vibe-Shift]]
* [[Dossier:_Gegen_den_Pandemierevisionismus|Völkisches Denken (Pandemie)]]
</div>
</div>


== Das Anatomie der Simulation: eine Rückschau ==
</div>
Das Semiosis-Projekt war über Jahre hinweg der Versuch, den journalistischen Blick dort zu schärfen, wo die herrschende Berichterstattung oft nur noch als Echokammer der politischen PR fungierte. In diesem Wiki führen wir diese Arbeit fort – jedoch entkoppelt vom Zwang der Tagesaktualität.
 
Anstatt der Jagd nach der "nächsten Geschichte" hinterherzulaufen, ordnen wir hier die Substanz der Semiosis-Recherchen nach jenen strukturellen Mustern, die den Weg in die autoritäre Wende geebnet haben. Dieses Archiv dient dazu, mit den Umbrüchen unserer Zeit "to come to terms with" – sie also nicht nur zu ertragen, sondern in ihrer Entstehung begreifbar zu machen.
 
Die folgenden Themen sind aus unserer Sicht bei diesem Unterfangen relevant. Die Liste ist natürlich nicht abschließend:
 
== Dossier: Russlands Einfluss & Hybride Netzwerke ==
In diesem Dossier stellen wir Analysen der strukturellen Verflechtung österreichischer Machtzentren mit dem Kreml vor. Die Recherchen zeigen, dass es sich hierbei nicht um punktuelle Kontakte handelt, sondern um ein über Jahrzehnte gewachsenes System aus ökonomischer Abhängigkeit, politischer Ideologie und medialer Desinformation.
 
=== 1. Die politische Architektur: Der FPÖ-Komplex ===
Die FPÖ fungiert in Österreich als zentraler Transmissionsriemen für russische Interessen. Die Semiosis-Analysen legen offen, wie die Partei Narrative des Kremls übernimmt und als "österreichische Neutralität" umdeutet.
 
* '''Der Kooperationsvertrag als Symbol:''' Der 2016 unterzeichnete Vertrag mit der Putin-Partei "Einiges Russland" bildet die formale Basis. Semiosis zeigt auf, dass die FPÖ-Führung diesen Vertrag nie glaubwürdig aufgekündigt hat, was die Partei dauerhaft als Partner für autoritäre Netzwerke markiert.
** [https://www.semiosis.at/2021/12/19/fpoe-und-einiges-russland-der-vertrag-der-nicht-enden-will/ Analyse: Der Vertrag, der nicht enden will]
* '''Neutralität als Schutzschild:''' In der Berichterstattung wird deutlich, wie die FPÖ den Neutralitätsbegriff instrumentalisiert, um eine Äquidistanz zwischen Aggressor (Russland) und Verteidiger (Ukraine) zu suggerieren und Sanktionen zu delegitimieren.
** [https://www.semiosis.at/2022/03/10/neutralitaet-als-schiffsfriedhof-der-fpoe/ Hintergrund: Neutralität als Schiffsfriedhof]
 
=== 2. Strategische Abhängigkeit: Das Gas-Dilemma ===
Ein Kernpunkt der Semiosis-Recherche ist die Dokumentation der "Lobbying-Falle". Österreich hat sich unter aktiver Mithilfe von Politik und Staatsunternehmen (OMV) in eine einseitige Abhängigkeit manövriert.
 
* '''Die OMV-Gazprom-Achse:''' Die Verlängerung der Gasverträge bis 2040 unter Sebastian Kurz wird als geopolitischer Blindflug analysiert. Semiosis dokumentiert die Chronologie eines angekündigten Versagens, bei dem ökonomische Interessen über die nationale Sicherheit gestellt wurden.
** [https://www.semiosis.at/2022/06/15/unser-russisches-gas-eine-chronologie-des-versagens/ Dossier: Unser russisches Gas – Eine Chronologie des Versagens]
 
=== 3. Die mediale Front: Desinformation & "Vibe-Shift" ===
Russlands Einfluss wirkt massiv über den Umweg "alternativer" Medien und die Erosion des klassischen Journalismus.
 
* '''Alternative Medien als Verstärker:''' Plattformen im Umfeld von Corona-Leugnern und Rechtspopulisten dienen als Einfallstor für Kreml-Propaganda. Semiosis analysiert, wie identische Narrative (z.B. "NATO-Provokation") zeitgleich in Moskau und in österreichischen "Alternativmedien" auftauchen.
** [https://www.semiosis.at/2022/02/27/der-krieg-der-bilder-und-die-rolle-der-alternativen-medien/ Analyse: Der Krieg der Bilder]
* '''RT und die Grenzen der Pressefreiheit:''' Die Debatte um das Verbot russischer Staatsmedien legte die Schwäche des westlichen Journalismus offen: Die Unfähigkeit, zwischen Information und hybrider Kriegsführung zu unterscheiden.
** [https://www.semiosis.at/2022/03/02/rt-und-die-grenzen-der-pressefreiheit/ Reflexion: RT und die Pressefreiheit]
 
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  <p style="font-size: 80%; margin: 0;">© 2026 Simulakrum ist ein [https://semiosis.at Semiosis]-Projekt</p>
  <p style="font-size: 80%; margin: 0;">[[Impressum]] |
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    [mailto:sebastian@reinfeldt.online Kontakt]</p></div>

Aktuelle Version vom 12. April 2026, 16:43 Uhr

SIMULAKRUM

Semiosis-Archiv • Dokumentation des "Vibe Shifts"

„Wir alle beobachten und erleben, dass politische Prozesse in einer Simulation von Macht und Demokratie enden."

Wozu dieses Projekt?

Wir alle beobachten und erleben, dass politische Prozesse in einer Simulation von Macht und Demokratie enden, während die eigentlichen Entscheidungen und wirklichen Beweggründe dahinter verschwinden. Das macht es besonders schwer, die epochalen Umbrüche zu verstehen und sich in ihnen zurecht zu finden. Das jedoch ist die Grundvoraussetzung dafür, politisch eingreifen zu können.

Das Projekt Simulakrum bringt die These vor, dass diese Art von Politik und das damit verbundene, passive, ohnmächtige und massenhafte "Ertragen" von Politik entscheidend zur autoritären Wende in praktisch allen Demokratien westlicher Prägung beiträgt. Das Ertragen schlägt in verhaltene, und mit der Zeit in artikulierte Wut um. Und die entlädt sich derzeit in rechtsextremen, quasi-religiösen Ideologien, politischen Parteien und politischen Führungspersonen.

Simulakrum möchte daher solche "Zeichen der Zeitenwende" festhalten, analysieren und dazu Interpretationen und Kritik entwickeln. Dabei will dieses Projekt das Vermächtnis des Semiosisblogs aufrechterhalten. Dieser war seit 2017 ein respektables zivilgesellschaftliches Projekt mit journalistischem Anspruch.

Heutzutage reicht es aber nicht mehr, die herrschende Berichterstattung nur mit dem Versuch einer besseren zu ergänzen. Dafür ist diese schlicht zu unkritisch und zu reflexhaft. Somit verstärkt sie oft nur das, worüber sie berichtet, statt es einzuordnen und verstehbar zu machen.

In einer Wiki-Gestalt möchte Simulakrum dem Zwang zum Tagesjournalismus sichtbar entkommen. Dabei werden nach Themen geordnete Einsichten aus dem Semiosis-Projekt auf eigenen Seiten zur Diskussion gestellt. Auf diese Weise entsteht ein thematisch sortiertes Archiv, um Hintergründe aufzuhellen, die zur autoritären Wende (dem "Vibe-Shift") geführt haben.

Simulakrum richtet sich an Menschen, die eine tiefere, philosophisch informierte Analyse suchen. Journalismus wird dabei als Teil politischer PR angesehen – und nicht (mehr) als eine kontrollierende „vierte" Gewalt. Dass der Journalismus so epochal versagt hat, gilt besonders für Österreich, das seit den 1990er Jahren ein Labor für die autoritäre Wende ist.

Das Semiosis Archiv

1. Russland: Liebe und Unterwerfung
Anatomie der Abhängigkeit
Fokus auf die strategische Gas-Abhängigkeit (OMV), den FPÖ-Freundschaftsvertrag und die Instrumentalisierung der Neutralität als Schutzschild für Kreml-Interessen. Wobei auch SPÖ und ÖVP so ihre eigenen Russland-Interessen hatten. Am Ende kommt dann so was, von so was.

2. Das Labor Österreich
Seit 1986 Dauerfeuer rechtspopulistischer Agitation, tausendfach medial verstärkt
Analyse der Inseratenkorruption, des „Fellner-Systems" und der Message Control. Dokumentation der Verschmelzung von Boulevardmedien und Regierungsmacht - und warum die FPÖ mit der Wut auf dieses System eine zweite Quelle für ihre Wahlerfolge hat.

3. Netzwerke & Türöffner
Grauzonen der Macht
Untersuchung von Political Intelligence und Lobby-Strukturen (Gusenbauer, Jakunin, Benko). Wie in Österreich ehemalige Spitzenpolitiker:innen als Türöffner und Brückenköpfe für ausländische Einflussnahme dienen.

4. Krieg und Frieden und Medien
Sprache der Zeitenwende
Reflexion über mediale Narrative in Krisenzeiten (MH17, Ukraine). Warum der Diskurs verengt wird und wie Desinformation aus den "alternativen Medien" im Mainstream landet.

In memoriam Thomas Nowotny (1937–2026), Diplomat und politischer Wissenschaftler, dessen Analyse zur Zeitenwende in diesem Dossier zu finden ist.

5. Gegen den Pandemierevisionismus
Das Vergessen als politisches Projekt
Die COVID-19-Pandemie wurde für beendet erklärt, während die Todeszahlen stiegen. In Ischgl lief die Saison trotz bekannter Infektionen weiter – die Semiosis-Recherchen (#ischglfiles) dokumentieren Tag für Tag das Versagen der Behörden. Paul Schuberth analysiert, wie völkisches Denken und eugenische Logiken in der Pandemie salonfähig wurden: Wer stirbt, war ohnehin schwach. Auf Wiener Intensivstationen wurde „versteckt" triagiert. Dieses Dossier arbeitet gegen den Pandemierevisionismus – gegen das gezielte Vergessen und Umschreiben dessen, was geschehen ist.

Hinweis: Klicken Sie auf die fettgedruckten Titel, um zu den detaillierten Zusammenfassungen und Quellenanalysen der einzelnen Dossiers zu gelangen.